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Christian Blaschke über Digitale Assets

Digitale Assets oder digitales Vermögen sind all jene Dinge und Inhalte, die nicht in der analogen, realen Welt vorhanden sind sondern auf Computern oder in der Cloud gespeichert sind.. Neben so offenkundigen Dingen wir Bank- oder Wertpapierdepots gehören zur Gruppe digitale Assets auch immaterielle Vermögensgegenstände und Inhalte wie Fotos, Videos oder Bücher dazu. Darüber hinaus kann es sich noch um verschiedene Onlinekonten wie beispielsweise N26 oder Revolut handeln, bei denen die Kunden keinerlei Kommunikation in brieflicher Form erhalten.

Was sind digitale Assets?

Unter digitalen Assets werden verstanden:

  • Bankkonten
  • Wertpapierkunden
  • Dateien
  • Fotos
  • Videos
  • E-Books
  • Onlinekonten wie Pay PAL, N26, Revolut, etc.
  • Webseite, die Lizeneinnahmen generieren
  • Grundsätzlich alles, was in der Cloud verspeichert ist

Für das Management von jedem Unternehmen ist die Beschäftigung mit dem Thema digitale Assets von hoher Bedeutung. Egal ob die Inhalte auf einem PC oder in der Cloud verspeichert sind muss das Management des Unternehmens sicherstellen, dass ein sogenanntes Digital-Asset-Management (DAM) eingerichtet wird.

Der Dreh- und Angelpunkt jedweder Beschäftigung mit dem Thema digitale Assets sind die E-Mail Accounts. Wenn der Zugang zu diesen vorhanden ist, kann man in den meisten Fällen auch auf alle anderen nicht analog vorhandenen digitalen Assets zugreifen. Insgesamt ist es aber sehr wichtig, dass man alle seine digitalen Vermögenswerte katalogisiert und die Zugangsdaten sammelt – entweder in einer physischen Liste oder vielleicht in einem Passwortmanager. Derartige Programme gibt es am Markt in einer großen Zahl, die meisten arbeiten nach dem gleichen Prinzip - einer Verschlüsselung, die ohne das entsprechende Gerät des Kunden nicht geknackt werden kann. Wie man hier seine Daten aufhebt ist letztlich Geschmackssache, sicher ist nur, dass es gemacht werden muss. Digital- Asset-Management (DAM) ist für jedes Unternehmen und jeden Kunden ein absolutes Muss! Ein wesentlicher Punkt sind auch die elektronischen Bücher. Auch bei herkömmlichen gedruckten Büchern erwerben wir keine Rechte am Inhalt, sondern dürfen das Buch lediglich nutzen. Das heißt, wir können es lesen, verleihen oder verschenken oder wir können einzelne Seiten herausreißen. Nicht zuletzt werden wir irgendwann einmal unsere Bibliothek an richtigen Büchern vererben, vielleicht freuen sich unsere Kinder ja. Das muss nicht immer der Fall sein, sehr oft wandern die Bücher ins Altpapier oder bestenfalls auf den Flohmarkt.

Bei e-Books erwerben wir lediglich die höchstpersönlichen Nutzungsrechte an den Inhalten. Das heißt wir können unsere Bücher auf allen unseren Geräten lesen, in aller Regel aber nicht weitergeben. Elektronische Bücher können wir auch nicht verschenken und unsere Rechte daran sind nicht vererbbar sondern erlöschen mit unserem Tod. Diese digitalen Assets sind also – zumindest. Mit legalen Mitteln – nicht konservierbar.

Selbstverständlich haben E-Books unglaublich viele Vorteile: man braucht nur einen E-Reader oder nur das Handy, hat zig Bücher immer dabei. So kann man Wartezeiten überbrücken, im Urlaub fällt das Gewichtsproblem weg. Wenn man dringend ein Buch lesen möchte, muss man nicht ins Geschäft, sondern lädt sich den Titel sofort herunter.

Sie sehen also das Thema digitale Assets ist sehr umfangreich und steht noch ziemlich am Anfang. Die Entwicklung wird sich aus unserer Sicht in den nächsten Jahren noch deutlich beschleunigen und jeder Anwender ist gut beraten sich mit seinen digitalen Assets zu beschäftigen.