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Russland im Goldrausch

Foto: Rike / pixelio.de

Laut einem Bericht der „Welt“ stockt Russland - trotz der Finanznot - die Goldreserven so stark auf wie lange nicht mehr. Russland verfolgt damit einen politischen Plan, denn ökonomische Gründe hat der massenhafte Ankauf kaum.

Um 20 Tonnen hat er die Reserven im Januar aufstocken lassen, so viel wie lange nicht.
Von "Gold als Finanzwaffe" sprechen Experten wie Ian Bremmer, Chef des amerikanischen Analysehauses Eurasia.


Russische Unternehmen von internationalen Kreditmärkten ausgeschlossen

Der Goldkauf verringert die Dominanz der westlichen Währungen.

Die Sanktionen, die der Westen in der Krim-Krise verhängte, machten es russischen Unternehmen unmöglich, auf den internationalen Märkten Kredite aufzunehmen, denn die werden üblicherweise in Dollar gehandelt. Jetzt will Putin eben die Abhängigkeit von der globalen Leitwährung verringern.


Goldkauf als Schutz gegen Krisen

Staaten, die Gold kaufen, verlieren ein Stück Liquidität, denn die Barren kann man nicht verschieben wie Aktienvermögen, auch werfen sie keine Zinsen ab – im Gegenzug schotten sie aber ab, gegen das Auf und Ab der Devisenmärkte. Damit bietet das Gold Russland einen Schutz gegen Krisen. Oder andersherum: Der Goldkauf könnte von Putins Willen künden, auch in Zukunft eine aggressive Außenpolitik zu betreiben. 

 

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