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Besonderheiten beim Einkauf im Internet - das Dynamic Pricing

Preise im Internet haben schon längst nicht mehr mit Einstandspreisen und darauf aufgeschlagenen Gewinnen zu tun. Die Produkte kosten genau soviel, wie die Käufer bereit sind zu zahlen, beziehungsweise was die Konkurrenz zuläßt. Das führt dazu, dass beispielsweise auf Amazon stündlich mehr als 50.000 Preise verändert werden, abhängig vom Interesse möglicher Käufer und der Preisgestaltung der Mitbewerber. 

Zu bestimmten Zeiten sind manche Produkte eher wenig nachgefragt und somit billiger, zu anderen Zeiten - wie beispielsweise Samstag Abend - können die höchsten Preise beobachtet werden. Diese können durchaus eine Schwankungsbreite von über 100% haben.

Ein weiterer Aspekt für die Preisbildung ist das fürs Surfen verwendete Gerät. Man sagt, dass Nutzer von Apple Geräten, wie dem iPhone oder iPad, höhere Preise angezeigt bekommen. Umgekehrt gelten User, die ältere Modelle oder Betriebssysteme nutzen, als sparsam und erhalten niedrigere Preise angezeigt.

Speziell entwickelte Algorhythmen beobachten das Kundenverhalten und die Preisentwicklung der Mitbewerber, auch mit verschiedenen psychologischen Kauftricks wie Angebotsverknappung (nur noch 1 Zimmer), Herdentrieb (16 Kunden haben dieses Zimmer angesehen) oder Gratiszustellung in einem sehr kurzen Zeitraum (bestellen Sie in den nächsten 5 Minuten und Sie sparen EUR 9,90 Zustellgebühr) wird gearbeitet.

Fazit: Im Internet nach dem billigsten Angebot zu suchen funktioniert schon lange nicht mehr. Es bedarf auch hier mittlerweile ausreichen Sachkenntnis, Zeit und Geduld, um die verschiedenen Anbieter zu verschiedenen Zeiten zu vergleichen und das beste Angebot in Hinblick auf Preis und Leistung zu identifizieren.