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Ursachen und Auswirkungen des Rohstoff-Crashs

Während sich die Lage um Griechenland vorübergehend beruhigt hat, richten sich die Augen der Marktteilnehmer auf die fallenden Rohstoffpreise, die Kursverluste in China und die Zinserhöhung der FED.

Es macht sich gerade eine deutliche Korrelation zwischen dem Börsencrash in China und den sinkenden Rohstoffpreisen bemerkbar, da China ein wichtiger Rohstoffabnehmer ist und die Nachfrage stark beeinflusst.


Schwächelnde Konjunktur in China
Obwohl China als wichtigster Wachstumsmotor der Weltwirtschaft gilt, lag das Wachstum im ersten Semester „nur“ noch bei 7%. Besorgniserregend bleibt der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes (kurz: PMI), der zum zweiten mal in Folge unter 50 Punkten notiert. Die 50 Punkte Marke gilt dabei als Grenze zwischen Expansion (>50) und Abschwung (<50).
Auch die Börse Shanghai verspricht kaum bessere Aussichten. Um einen weiterer Kursrutsch zu vermeiden, musste die chinesische Regierung so stark am Aktienmarkt eingreifen wie noch nie zuvor.
Es ist zu befürchten, dass sich die Lage durch nervöses Handeln an Chinas Börsen und durch Unsicherheit an den Finanzmärkten weiter verschlimmern wird.


Starker Dollar
Die derzeitige Aufwertung des Dollars durch die anstehende Zinserhöhung der FED lässt die Rohstoffpreise fallen. Denn Rohstoffpreise und US-Dollar bewegen sich tendenziell in entgegengesetzter Richtung.
Dieser Effekt ist auf die inverse Korrelation zwischen Rohstoffpreise und US-Dollar zurückführen.


Auswirkungen auf Entwicklungsländer
Eine negative Preisentwicklung am Rohstoffmarkt belastet die Schwellenländer sehr, da sie die größten Produzenten und Exporteure von Rohstoffe sind. Auch Minenkonzerne sind davon betroffen und streichen deshalb tausende Stellen.

Bei Fragen sind unsere Experten gerne für Sie da.