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Neue europäische Regelung zum Umgang mit Bankenkrisen

Seit dem 1. Januar 2016 ist die neue EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Banken und Wertpapierfirmen in Kraft. Sie regelt die Krisenvorbeugung und das Krisenmanagement der Finanzinstitute. Hier kurz die wichtigsten Elemente dieser Regelung für Italien:

  • Die Möglichkeit staatlicher Eingriffe bei Bankenkrisen wird eingeschränkt.
  • Stattdessen werden der Banca d’Italia Befugnisse und Instrumente für die Sanierung ausfallender oder ausfallgefährdeter Banken übertragen.
  • Als neues Abwicklungsinstrument wird das „Bail-in“ für jene Banken eingeführt, die als für das öffentliche Interesse bedeutend eingestuft werden. „Bail-in“ sieht vor, dass die Verluste der zu sanierenden Bank von deren Aktionären und Gläubigern gedeckt werden müssen. Dafür kommt es zu einer vollständigen oder teilweisen Verminderung des Nennwertes bis zum Ausgleich des Verlustes in folgender Reihenfolge: 

    1. Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente; 
    2. Nachrangige Anleihen;
    3. Erstrangige Anleihen und Zwischenbankeneinlagen bzw. Einlagen von Großunternehmen;
    4. Einlagen von natürlichen Personen und Klein- und Mittelunternehmen (für Überschüsse jenseits des
        gesetzlich durch den Einlagensicherungsfonds gesicherten Betrages von 100.000 Euro).

Die Bestimmungen zum Bail-in betreffen alle bereits in Umlauf befindlichen Finanzinstrumente inklusive jener, die vor dem 1. Januar 2016 ausgegeben wurden. Durch diese neue Richtlinie werden Sparer und Anleger also mit neuen Risiken konfrontiert. Deshalb ist es für Sie umso wichtiger, genau zu prüfen, welcher Bank Sie Ihr Geld anvertrauen. 

Als AlpenBank unterliegen auch wir dieser europäischen Regelung. Da wir uns auf das Vermögensmanagement spezialisiert haben, sind wir aber nur sehr geringen Kreditrisiken ausgesetzt. Trotzdem ist es uns wichtig, dass unsere Einlagen laut den Bestimmungen des österreichischen Bankensystems garantiert sind.

Unsere Berater geben Ihnen diesbezüglich gerne weitere Informationen.