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Die wahren Gründe für die Yuan Abwertung

Foto: Dieter Schuetz / pixelio.de

In den letzten Jahren war der Renminbi, auch bekannt als Yuan, stets am Dollar oder an einem Währungskorb mit einer fixen Schwankungsbreite gebunden. Doch vor einigen Tagen entschied sich die chinesische Notenbank die eigene Währung stärker zu liberalisieren, um so einem schwankenden Wechselkurssystem näher zu kommen. Vor allem der IWF, der schon lange nach solchen Maßnahmen gerufen hatte, begrüßte diesen Schritt.

China will wettbewerbsfähiger werden
China hat offensichtlich großes Interesse daran die eigene Währung abzuwerten um am internationalen Markt wettbewerbsfähiger zu werden.  Da eine zu große Abwertung eine Kapitalflucht verursachen könnte, muss sich der Werteverlust jedoch in Grenzen halten.

Yuan wird zur Reservewährung
Den Export zu fördern und die Wettbewerbsposition am globalen Markt zu verbessern waren dabei nicht die einzigen Hintergedanken: Durch die eingeleiteten Schritte könnte der Yuan, neben dem Euro, Dollar, Yen und Pfund Sterling, zu einer internationale Reservewährung aufsteigen.

Auswirkungen auf die Zinserhöhungen in den USA
Nun stellt sich die Frage, ob die Abwertung des Yuan die Entscheidung der Fed in Bezug auf die anstehende Zinserhöhung beeinflussen wird. In der Tat könnte sich die Zinserhöhung bedingt durch die Yuan-Abwertung etwas nach hinten verschieben. 

Keine langfristigen Turbulenzen am chinesischen Markt
Die Aufregung und die Reaktionen der Marktteilnehmer an den Märkten waren deutlich zu spüren und absolut nachvollziehbar. Voraussichtlich werden aber die Turbulenzen nicht lange von Bestand sein. Aus langfristiger Sicht könnte die Abwertung den USA große Schwierigkeiten am Markt bereiten: Mühsam war der Weg zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit am chinesischen Markt. Aber durch die Abwertung des Yuan wurden viele Anstrengungen zu Nichte gemacht.
China ist das einzige Land mit einer globalen ökonomischen Strategie.
Man bedenke, dass die Abwertungen der letzten Tage im Vergleich zum effektiven Wechselkurs, der seit 2005 um 55% gestiegen ist, relativ gering ausfallen.

Mögliche Auswirkungen auf das eigene Portfolio
Gigantische Reserven ermöglichen es der Chinesischen Volksbank die vergangenen Ereignisse zu überstehen. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass man durchaus berechtigte Zweifel darüber haben kann, ob die chinesischen Behörden auch in der Lage sind die passenden Maßnahmen einzuleiten.
Falls gewisse Anlagen schon jetzt unter den Turbulenzen an den chinesischen Märkten leiden, dann ist es ratsam sich von diesen zu trennen. Investitionen am Rohstoffmarkt, in der Luxusbranche oder in den Schwellenländern können davon betroffen sein.


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